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AWR Abbruch zerstört auf Wunsch

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 17.03.2010
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Abbruchunternehmen AWR

 

AWR Abbruch zerstört auf Wunsch

 

Die Brüder Viqa haben eines der größten Unternehmen der Branche in Deutschland aufgebaut - 170 Maschinen bundesweit im Einsatz

 

Immer wieder etwas "abzubrechen" im Job, kommt eigentlich nicht gut an. Es sei denn, man heißt Ilmi Viqa und lebt davon. Mit seinen Brüdern Gani und Nazmi hat der Bauexperte eine Abbruchfirma gegründet, die trotz Finanzkrise dicke schwarze Zahlen schreibt. Die Spezialität: Großobjekte dem Erdboden gleichmachen.

WEISSENTHURM. Vor den Brüdern Viqa und Neffe Abedin ist nichts sicher: Hochhäuser, Tankstellen, Lagerhallen, Einkaufscenter, Autobahnbrücken, Industrieschornsteine oder auch ganze Stadtviertel. All das kriegt die Familie in Rekordzeit klein. Seit 1994 gibt es die Firma AWR (Abbruch, Wiederverwertung und Recycling). Da haben die Brüder schon jede Menge Erfahrungen sammeln können - mit einem Hochhaus von 86 Metern Höhe ebenso wie mit dem Stadtviertel in Karlsruhe, ein Bauplatz, von dem es mehr als 400 000 Tonnen Material zu entfernen galt. Eine Herausforderung war auch das alte Frankfurter Kino, von dem drei 26 Meter hohe Außenwände mit mehr als 100 Meter Länge wegen des Denkmalschutzes stehen bleiben mussten.

 

Investitionen in Technik

An 19 Baustellen zugleich sind die Weißenthurmer momentan tätig, ihre Firma gilt als eines der größten Abbruchunternehmen in Deutschland. Möglich macht das ein imposanter Fuhrpark von 170 Maschinen. "Wir investieren viel in modernste Technik", sagen die Brüder Viqa. "Das ist eine der wichtigsten Zutaten unseres Erfolgsrezeptes."

So hat das Unternehmen jüngst den bundesweit größten "Longfront"-Bagger anfertigen lassen. Bis auf eine Abbruchhöhe von 45 Metern reicht die Riesenmaschine hinauf. 30 Tonnen Ballast benötigt das Gefährt, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Doch der Fuhrpark hat noch mehr Staunenswertes zu bieten: Imposante Schaufelbagger zum Abbruch und zur Erdbewegung etwa und mehr als 30 große Bagger von 20 bis 140 Tonnen Gewicht. Sie können mit Hydraulikhämmern und Scheren auch Beton zerbröseln wie trockenes Brot.

Als weitere Zutat im Erfolgsrezept nennen Gani, Nazmi und Ilmi Viqa Leistungsbereitschaft. "Unsere Eltern hatten ein Gehöft - da haben wir schon früh mit angepackt, alle zusammen, wie auch heute im Unternehmen", erzählt der Geschäftsführer. Bruder Gani ist fürs bundesweite Management zuständig, Nazmi ist ebenso bundesweit Koordinationsleiter für Abbruch und Erdbau, Neffe Abedin nimmt sich des südlichen Raumes an. Arbeiten von 5 Uhr in der Früh bis 22 Uhr ist eher die Regel als die Ausnahme im Alltag.

Dabei hat alles klein angefangen: Anfang der 90er-Jahre waren die Brüder Viqa noch im Tiefbau beschäftigt, bauten einen Parkplatz für einen Discounter. Da eine Hälfte des Gebäudes abgerissen werden sollte, fragte der Architekt, ob die Viqas das Objekt wohl trennen könnten. Gesagt, getan. Die Arbeit wurde offenbar schnell und präzise ausgeführt - "der Architekt staunte". Das war der Beginn. Heute sind Großobjekte die Spezialität des Unternehmens.

Hier kommt eine weitere Erfolgszutat ins Spiel: Das AWR-Team bietet den Abbruchservice aus einer Hand und erledigt das ganze Rundum-Paket. Es entwirft die Konzepte und übernimmt die komplette Ausführung bis zur Übergabe der bauvorbereiteten Flächen. Das macht eine genauere Kalkulation sowie einen schnelleren, reibungsloseren Ablauf möglich.

"Die Leute denken manchmal, man kommt, sieht und reißt ab - aber so ist das nicht", schildern die Brüder Viqa. "Rückbau" sei eigentlich ein treffenderer Begriff als "Abriss". Gemeinsam mit Statikern, Ingenieuren, Umwelt- und Sicherheitsexperten sowie den Behörden ist zunächst viel Konzeptionsarbeit gefragt. Dann erst geht es auf der Baustelle ans Werk. "Wir arbeiten uns von oben nach unten durch, entfernen zunächst sämtliche Materialien vom Teppich bis zur Asbestheizung und entsorgen das Ganze. Dann erst, wenn das Gebäude quasi im Rohbauzustand ist, kommt der eigentliche Abbruch."

Auch der wird wieder von oben nach unten erledigt. Auf besonders großen Objekten werden Mini-Bagger platziert. Sie bauen Etage für Etage zurück. Ab 45 Metern Höhe kann nun der neue Riesen-Bagger zum Einsatz kommen.

 

Zeitsparendes Arbeiten

Meist sind mehrere Maschinen an verschiedenen Stellen gleichzeitig zugange - eine Art Konzert der Bagger. Das spart Zeit. Denn Termine müssen eingehalten werden. "Aber das geht nicht auf Kosten der Sicherheit - die Unfallquote bei uns ist fast gleich null", betont Viqa.

 

Präzises, sauberes Arbeiten: Das soll von außen schon das Erscheinungsbild der Baustelle dokumentieren. "Es ist uns wichtig, dass der Platz, auf dem gearbeitet wird, einen gepflegten Eindruck macht. Dazu zählt auch, dass die Maschinen nach Arbeitsschluss in Reih" und Glied aufgestellt werden." Nur so behalten die Mitarbeiter den Überblick - auf Arbeitsplätzen, die nicht selten mehr als 100 000 Kubikmeter Rauminhalt haben.   Dinah Schmidt

 

 

AWR Abbruch

Spezialität: Industrieabbruch, Rückbau und Demontage, Entkernung, Erdbau, Verwertung und Recycling, Altlastensanierung, Entsorgung.

Sitz: Weißenthurm

Gründung: 1994

Mitarbeiter: 75

Umsatz: Mehrere Millionen Euro

Kammer: IHK

 

Internetadresse:

www.awr-abbruch.de

 


Aus Rhein-Zeitung vom 24.04.2009

 

Zuletzt geändert am: 17.03.2010 um 10:36

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