Karneval 2005 in Weißenthurm
Karnevalssession 2005 - Kappensitzungen in Weißenthurm
Mit den Kappensitzungen am 22. und 23. Januar hatte die
diesjährige Fastnachtssession so richtig begonnen.
Obwohl traditionsgemäß ein Prinz nur jedes zweite Jahr gekürt wird, brachte die Sitzung des Elferrates fantstische Stimmung in die Zuhörerschaft.
Der Weißenthurmer Urkarnevalist "Juppes" Breuling wurde für 50jähriges "Büttenjubiläum" geehrt.
In der Sitzung am Sonntag wurde das neue Kinderprinzenpaar inthronisiert: Prinz Tobias I. und Prinzessin Anna-Lena mit ihrem Hofstaat begeisterten das Publikum. Gemeinsam mit Prinz Günter II. regieren sie nun "de närrische Thur".
Am Schwerdonnerstag haben sich die Jecken den Stadtschlüssel erobert und üben ihre närrische Herrschaft aus. Am Sonntag besuchten die Tollitäten mit Hofstaat und Garden in voller Uniform die Messe in der Pfarrkirche. Der Prinz residierte in der Hofburg (Gaststätte Zum Anker) und besuchte die Kindersitzung am Sonntagnachmittag und die Bälle in der Stadthalle.
Abschluss am Veilchendienstag
Nach dem Besuch des Karnevalszuges in Kettig ist mit dem Prinzenabschlussball am Veilchendienstag die Session abgeschlossen worden. Prinz Günter II. wurde nach zweijähriger Regentschaft verabschiedet und hat den Stadtschlüssel wieder der Bürgermeisterin zurückgegeben.
Nachfolgend Fotos und Berichte über die karnevalistischen Ereignisse.
Kappensitzung in Weißenthurm am 22. Januar 2005
[photogallery/photo21836/real.htm]Hier Berichte aus der Rhein-Zeitung über Kappensitzung und Büttenjubiläum:
Der Funke sprang schnell über
Thurer Kappensitzung begeisterte das närrische Publikum
WEISSENTHURM. Auch im zweiten Jahr seiner Regentschaft konnte Prinz Günter II. ein mitreißendes Marathonprogramm bestaunen, das die Große Karnevals- und Kirmesgesellschaft (Ka & Ki)zur Thurer Kappensitzung am Samstag auf die Beine gestellt hat. Bis in die frühen Morgenstunden wurde in der Stadthalle gelacht, getanzt, gesungen und geschunkelt.
Der Funke sprang so schnell über, dass sich die Sitzung schon gegen 22 Uhr verselbstständigte: Zu den kölschen Klängen des Trios „Music Made For You“ formierte sich eine lange Polonaise. Ausgelassen zogen die Thurer Jecken durch den ganzen Saal und eroberten die Showbühne.
Nach einer knappen halben Stunde gelang es dem souverän moderierenden Sitzungspräsidenten Arnulf Schlauß, die fröhliche Meute wieder zu beruhigen und zu ihren Sitzplätzen zu bewegen. Schließlich wartete noch eine ganze Menge Spaß auf sie.
So versuchte sich Oliver Reinhard als Junggeselle in der Bütt’. Sylvia Gebhardt gab überzeugend „dat Billa aus dem Rheinland“ und Thomas Schmorleiz feierte kurzentschlossen seine witzige Premiere als Büttenredner.
Die unumstrittene Nummer eins an der Thurer Komikfront, Jubbes Breuling, feuerte einmal mehr ein Gag-Feuerwerk ab, bei dem kaum ein Auge trocken blieb. Und weil er das inzwischen schon 50 Jahre lang macht (s. Land und Leute)bedachten ihn die Thurer Narren mit minutenlangen standing ovations. „Wenn de dat noch 50 Jahr’ lang machst“, gratulierte Schlauß, „dann kannste echt alt werden.“
Tolle Tänze mit anspruchsvollen Hebefiguren bot die Prinzengarde mit ihrem Solotanzpaar Kai Ehmann und Laura Drexler. Auch das Solomariechen Christiane Geisler bot eine anspruchsvolle Show. Einen „Tanz der Teufel“ wagte das Funkenkorps Grün-Weiß und die Möhnen brachten gekonnt den nicht tot zu kriegenden Holzmichel auf die Bühne. Einen Affentanz im wahrsten Sinne des Wortes lieferte das TV-Ballett ab. Mit ihrer akrobatischen Show in schönen Kostümen brachten die Aktiven ein Stück Dschungel in die Stadthalle.
Ilja Richter alias Dieter Jacoby präsentierte mit seinen Freunden vom Jedöhnsrat wieder eine Disco-Show. Dabei eroberten kaum vom Original zu unterscheidende Doppelgänger berühmter Schlagerstars wie Nana Mouskuri, Klaus Lage, Jürgen Drews und Marius Müller-Westernhagen im Sturm die Herzen des närrischen Publikums.
Zum großen Finale gab es wieder kölsche
Tön’ von „Music Made For You“ (Dieter Dörn sowie Sarah und Detlef Paul). Und
trotz der vorgerückten Stunde ging das begeisterte Publikum noch lange zur Musik
mit. (wag)
Land und Leute
Im Weißenthurmer Karneval ist er eine
feste Institution. Schon seit 50 Jahren steigt Josef Breuling als die „Doof’
Nuss“ in die Bütt’ und treibt den Jecken Lachtränen in die Augen.
Begonnen hat seine karnevalistische Karriere 1955 als der damals 15-Jährige zum ersten Mal sein schier unerschöpfliches Repertoire an Witzen präsentierte.
Der Erfolg war so durchschlagend, dass die Thurer Fastnacht ohne „Breulings Jubbes“ heute schon fast nicht mehr vorstellbar ist. 1981 wurde er sogar Prinz und ließ sich trotzdem nicht von seinen Büttenreden abbringen. Mit selbst gedichteten Versen und zündenden Gags auf Thurer Platt bilden sie den Höhepunkt jeder Kappensitzung.
Für sein Engagement und seine begeisternde Komik wurde der der Ex-Vizepräsident des Elferrats und Ehrensenator der Ka & Ki vor zwei Jahren mit dem karnevalistischen Oscar des Landkreises, dem „Kreiswackes“, ausgezeichnet. Und ans Aufhören denkt er noch lange nicht: „Wer soll su wat denn sonst mache? Dat macht nur der dolle Jubbes!“ (wag)
Proklamation des Kinderprinzenpaares auf der Kappensitzung für Senioren am 23.1.
Höhepunkt der Kappensitzung für die Senioren war die Proklamation des neuen
Kinderprinzenpaares: Prinz Tobias I. vom Fuß zum Ball ins Tor aus der
Geckse-Dynastie am Hoche-Denkmal durch Blech zur Dus' und Prinzessin
Anna-Lena I. zum gekollerten Pflasterstein zum tanzenden Ballettschuh aus der Dynastie der Pillendreher
derer vom Hohl'schen Mittelort.
Das närrische Volk bejubelte die Tollitäten mit Hofstaat mit einem vielfachen "Thur
- Allaaf".
Rathauserstürmung und Schlüsselübergabe am Schwerdonnerstag
[photogallery/photo041/real.htm]Zum Vergrößern Bilder anklicken.
Es handelt sich natürlich um Prinz Günter II.
Rathauserstürmung und
Schlüsselübergabe am Schwerdonnerstag
Diesmal wurde der Kampf um das Rathaus und die Herrschaft während der
Fastnachtstage verbal ausgetragen. Die Jecken mussten ihr Narrentum und ihr
Wissen über heimisches Brauchtum in einem Quiz beweisen. Natürlich gewannen die
Jecken und die Bürgermeisterin musste den Stadtschlüssel Prinz Günter I.
überreichen.